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Inspektionsreise 2009

Bericht von Dieter Hüske, Februar 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Paten und Freunde,

zur Zeit befinde ich mich – nach zwei Jahen Abwesenheit - auf einer mehrwöchigen Inspektionsreise im Süden Indiens. Von unseren Patenkindern und Patenfamilien soll ich Ihnen viele liebe Grüße überbringen und für Ihre Hilfe  danken. Wir - das sind das indische Team und ich -  schließen uns mit einem herzlichen Dankeschön an.

Wie nicht anders zu erwarten,  gibt es wie in jedem Jahr einige Probleme. Vieles konnten wir vor Ort lösen, für Anderes haben wir durch Auflagen oder Anordnung von Maßnahmen mit Terminsetzung die Lösung eingeleitet. Selbstverständlich werden die Lösungswege von unseren indischen Mitarbeitern kontrollierend begleitet werden.

Die von uns eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Heime sind zum Teil erfüllt worden. Es gibt aber auch zwei Heime, die sich unseren Forderungen nicht gestellt haben. Da diese Heime nicht unsere eigenen sind und wir nur dort die Kinder unterstützen, haben wir nicht die nötigen Rechte unsere Bedingungen durchzusetzen. In diesen Heimen werden wir frei werdende Plätze nicht nachbesetzen und sie somit im Laufe der nächsten Jahre auslaufen lassen. 

Die Teurungsrate ist sehr hoch in Indien. Lebensmittelpreise haben sich enorm verteuert, Löhne und Materialkosten sind mittlerweile sehr hoch. Es werden von uns für die Heime Wirtschaftsberechnungen durchgeführt. Dank des günstigen Wechselkurses sind wir noch in der Lage unseren Standard zu halten

Da ich viel unterwegs bin und das in ganz armen Regionen, sehe ich die bittere Not die doch überall herrscht. Wie oft möchte ich einfach anhalten und an Ort und Stelle helfen. Ich kann es aber nicht. Mit dem Budget würde ich schnell am Ende sein. Also Augen zu und durch - manchmal mit einem "dicken Kloß" im Hals. Am liebsten möchte ich allen leidenden Familien helfen, die uns in ihrer Not aufsuchen. Leider können wir nur die schwersten Fälle zur Familienhilfe überführen, weil wir einfach nicht die Mittel haben. So gebe ich vielen Familien ein Überbrückungsgeld und muss sie dann nach Hause schicken. Dies macht mir immer sehr zu schaffen – leider nicht allen helfen zu können.

Das Ehepaar Stöhr, das dankenswerterweise die gesamte Buchhaltung in Deutschland übernommen hat, wir die Inspektion weiterführen und auch folgend berichten.

Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute, Gottes Segen und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlich,

Ihr Dieter Hüske (1. Vorsitzender)