Projekte > Arche Noa > Bericht Nora Claus Frühjahr 2018/1

Bericht von der diesjährigen Reise nach Indien

Herzlichen Dank an alle, die Arche NoA unterstützen - mit Spenden, Engagement bei Benefizkonzerten und -basaren. Das gilt auch für alle Musiker_innen und Dirigenten, die für Arche NoA ihren Einsatz leisten. Nur mit dieser ehrenamtlichen Unterstützung können wir das Frauen- Projekt Arche NoA erhalten und weiterführen.

Im Arche NoA Center im südindischen Mylaudy hat unsere Lehrerin Poomani über die Jahre hinweg ein gut funktionierendes Kurssystem aufgebaut, in dem junge Mädchen im Nähen und Sticken unterrichtet werden. Zur zeit sind 27 Schülerinnen im Arche NoA Center. Am Ende des Kurses erhält jede Teilnehmerin eine Teilnahmebestätigung und ein Zertifkat. Mit diesen Dokumenten in der Hand, haben die jungen Inderinnen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Im April 2018 wurde ein sogenannter Talent Spotting Worhshop durchgeführt, den ich angeregt hatte. Im Rahmen dieses Workshops wollten wir erfahren, was die jungen Frauen bewegt und wo sie ihre Zukunft sehen. Der ortsansässige Lehrer Dr. James Daniel bearbeitete und diskutierte mit den Schülerinnen Themen wie Sehnsucht und Traum, Alltag und Kompetenz, Kommunikation und Charakter. Die Ergebnisse dieses Workshops sollen die Grundlage für weitere Aktivitäten sein, die in unserem Arche NoA Center durchgeführt werden.

Dazu haben wir in zahlreichen Diskussionen mit allen Beteiligten geklärt, wie wir gemeinsam dieses Jahr gestalten wollen und welche Aktivitäten in der Community Hall im Mittelpunkt stehen sollen.
Mr. Samuel, der die Veranstaltungen organisiert, ist zuverlässig und leistet gute Arbeit. Auch mit dem aktiven Einsatz und der Eigenverantwortung, welche die
den Frauen vor Ort bereits leisten, bin ich sehr zufrieden.

Gerade mit unserem Hühnerprojekt ist es uns gelungen, den Dorfbewohnerinnen mehr Eigenverantwortung zu übertragen. Das bedeutet: Die Küken der Arche Noa Aufzucht werden an Familien im Dorf zum Sonderpreis verkauft. Mit dem der Ertrag des Verkaufes wird dann wiederum das Futter für die Aufzucht bezahlt.

Mit ungeplanten Kosten müssen wir immer rechnen. Als im Dezember des vergangenen Jahres ein Taifun durch diese Gegend fegte, wurde das komplette Dach der Community Hall abgedeckt. Während meines Aufenthaltes im Februar wurde das Dach mit neuen Bambusblättern gedeckt. Hört sich einfach, ist aber eine schwierige Aufgabe, da es kaum noch Handwerker gibt, die diese Technik des Dachdeckens beherrschen.

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