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Angelika Jansen-Kempen (li.) und Nora Claus (re.)
Der Name steht für eine Initiative, Frauen im südindischen Mylaudy tatkräftig zu unterstützen. Unsere Säulen sind Aus- und Fortbildung von Frauen und Mädchen, damit diese unabhängiger werden und durch menschenwürdige, fair bezahlte Arbeit zum Unterhalt ihrer Familien beitragen können. Denn in Indien sind es gerade die Frauen, die schlecht oder gar nicht ausgebildet werden und so häufig schwere und gering entlohnte Arbeiten verrichten müssen. Vorträge tragen bei zu Bildung und Aufklärung, gerade über Mitgiftmissbrauch und Kastenwesen. Initiatorinnen sind Nora Claus und Angelika Jansen-Kempen.

Die neue Community Hall, eingeweiht im Januar 2010

Nirmela bei der Betreuung der Teilnehmerinnen des Computer-Kurses
ARCHE NOA ist eine kleine Kollektion verschiedener Artikel, die die Frauen nach Entwürfen und unter Anleitung von Nora und Angelika nähen. Die Stoffe werden in der Region gekauft und zu Taschen, Tüchern, Schals, Beuteln verarbeitet. Durch den Verkauf der Produkte in Deutschland kommen Spenden zusammen, mit denen die indischen Ausbilderinnen Sree Gowri und Nirmala Sebastian und weitere Frauen vor Ort bezahlt werden.
Im Januar 2010 wurde die neue Community Hall eingeweiht. In dem neuen Haus haben 100 Personen Platz für Unterricht in Ernährung, Gesundheit, Agrarwirtschaft. Es ist ein Ort entstanden, wo sich Frauen mit der Sozialarbeiterin treffen und sich über existenzielle Belange austauschen. Der Unterhalt der Häuser und die Gehälter werden von ARCHE NOA (NOra und Angelika) durch Basare, Benefizkonzerte und andere Aktivitäten finanziert.

Eine neu erworbene Ziege und ihre stolze Besitzerin
In einem Seminar in Mylaudy im Beisein von Nora und Angelika entstand die Idee zu einem weiteren Projekt: Ziegen für bedürftige Familien. Die Ziegen geben den Frauen Milch für ihre Kinder und somit Eiweiß, was ein wichtiger Bestandteil im Wachstum ist. Mittlerweile wurden fst 70 weibliche Ziegen angeschafft.
Träger des ARCHE NOA-Projektes ist die Patengemeinschaft für hungernde Kinder e.V.
Das Zonta-Haus, beliebter Treffpunkt für Frauen und Mädchen aus der Umgebung
Die Initiative entstand nach der Tsunami-Katastrophe von 2004, als Informationen über die verheerenden Folgen durch den Hamburger Arzt Dr. Jürgen Zippel aus dem indischen Ort Mylaudy nach Aachen übermittelt wurden. Im Rahmen des Zonta-Club-Aachen wurden in mehreren Veranstaltungen Spenden gesammelt und nach Mylaudy zweckgebunden weitergeleitet. Unter der Leitung von Nora Claus und Angelika Jansen-Kempen, die Südindien und den Ort dreimal bereisten, entstand das dortige Zonta-Women’s-Empowerment-Center, finanziell ermöglicht und ausgestattet durch den Zonta-Club.
Der Zonta-Club-Aachen hat sich inzwischen aus dem Projekt zurück gezogen. Die erfolgreiche Arbeit wird seit Mai 2010 von den beiden Initiatorinnen Nora Claus und Angelika Jansen-Kempen fortgeführt.