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Projekte > Children‘s Orthopedic Centre

Das Children‘s Orthopedic Centre (COC) in Mylaudy

Medizinische Versorgung ist in einem Entwicklungsland wie Indien ein Luxus, den sich nur wenige leisten können. Um diesen Missstand ein wenig zu lindern, haben wir im Jahre 2002 in Mylaudi eine Orthopädiestation mit Rehazentrum in Betrieb genommen. Hier werden Kinder aus armen Familien umsonst behandelt. "Vater" des Projekts ist der Hamburger Chirurg Dr. Jürgen Zippel, der hier gemeinsam mit anderen Ärzten und Physiotherapeuten aus Deutschland unentgeltlich jedes Jahr für einige Monate arbeitet. Die Erfahrungen seines "Arbeitseinsatzes" 2008/2009 hat er in einem interessanten Bericht zusammen gefasst.

Ermöglicht wurde der Bau der Klinik durch eine großzügige Spende der Alte Leipziger-Hallesche. Es ist die einzige technologisch hochwertig ausgestattete Klinik für Orthopädie in Tamil Nadu und dem angrenzenden Bundesstaat Kerala und dementsprechend groß ist der Andrang. 2007 wurde das Zentrum von der Ärztekammer Schleswig-Holstein als ein "vorbildliches medizinisches Hilfsprojekt" bezeichnet (> Artikel lesen).

Die Ausstattung

Das COC besteht inzwischen aus einer 20-Betten-Station, einem Physiotherapieraum und einer orthopädischen Werkstatt. Das indische Team setzt sich aus einem Physiotherapeuten, einem Arzthelfer mit guten Deutschkenntnissen und einem Orthopädietechniker sowie dessen Auszubildenden zusammen. Die behandelnden deutschen Ärzte kommen, auf eigene Kosten, vorwiegend aus Hamburg, genauso wie die Physiotherapeutinnen, die den einheimischen Kollegen unterrichten und schulen und die operierten Kinder anleiten. Alle arbeiten unentgeltlich und wechseln sich übers Jahr ab. Größere Operationen werden in einer privaten Unfallklinik in der Nähe durchgeführt (Dr. Zippel: "Der Arzt dort macht eine erstklasige Unfallchirurgie mit internationalem Standard.") - wir müssen hierfür nur die tatsächlich anfallenden Betriebskosten zahlen. Diese Operationskosten können, genauso wie die Kosten für Medikamente, Verbandsmaterial und das medizinische Hilfspersonal, nur durch Spenden aufgebracht werden. Im Reha-Zentrum des COC werden die operierten Kinder dann nachbehandelt.

Nachdem der Klinikbetrieb nun einwandfrei läuft, benötigen wir dringend Spenden für die Deckung der laufenden Kosten. Zum Beispiel fallen an:
• 150 Euro für eine Operation einschl. der Narkose,
• 50 Euro für die Medikamente zur Nachbehandlung,
• 50 Euro für einen Gehwagen aus der eigenen Werkstatt.
Möchten Sie gezielt für das COC spenden, verwenden Sie bitte das Stichwort "COC".

Neben Unfallverletzungen, Wachstumsstörungen und den Folgen von Kinderlähmung oder Hirnhautentzündung werden vor allem Missbildungen des Bewegungsapparats behandelt: Klumpfüße, fehlende Oberschenkel und Hände, Klauenfüße, alles Anomalien, die in Europa in den Praxen kaum noch zu sehen sind.

2007 wurden über 650 Patienten behandelt und rund 100 Operationen zumeist in der benachbarten Klinik durchgeführt. In der eigenen 20-Betten-Station fielen 800 Betten-Tage an.

Pressemeldungen/Links:
> Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 12/2007
> Hamburger Abendblatt vom 25.12.05
> Bericht des Gesundheits ,- und Krankenpflegeschülers Johannes Köhler