Startseite | Impressum | Weitersagen | Sitemap
Projekte > Children‘s Orthopedic Centre

Das Children‘s Orthopedic Centre (COC) in Mylaudy

Medizinische Versorgung ist in einem Entwicklungsland wie Indien ein Luxus, den sich nur wenige leisten können. Um diesen Missstand ein wenig zu lindern, haben wir im Jahre 2002 in Mylaudy eine Orthopädiestation mit Rehazentrum in Betrieb genommen. Hier werden Kinder aus armen Familien umsonst behandelt. "Vater" des Projekts ist der Hamburger Chirurg Dr. Jürgen Zippel, der hier gemeinsam mit anderen Ärzten und Physiotherapeuten aus Deutschland unentgeltlich jedes Jahr für einige Monate arbeitet.

Auch in der Saison 2015/2016 haben Dr. Jürgen Zippel und Dr. Katja von dem Busche wieder hunderte von behinderten Kindern behandelt. Am 1. April haben wir die Orthopädiestation an eine lokale gemeinnützige Organisation übergeben, die diese weitgehend nach unseren Vorstellungen fortführen wird. Lesen Sie hierzu Dr. Zippels Bericht.

Dr. Katja von dem Busche, Ärztin für Kinderchirurgie an der Charité in Berlin, zeichnet mit ihrem Bericht "Ein Tag in Mylaudy" ein sehr schönes und informatives Bild von den täglichen Arbeiten und Abläufen in der Klinik (Dezember 2013).
> Artikel lesen (pdf)

Ermöglicht wurde der Bau der Klinik durch eine großzügige Spende der Alte Leipziger-Hallesche. Es ist die einzige auf Kinderorthopädie spezialisierte Klinik im Umkreis von 300 Km in Tamil Nadu in diesem südlichsten Teil Südindiens und dementsprechend groß ist der Andrang. 2007 wurde das Zentrum von der Ärztekammer Schleswig-Holstein als ein "vorbildliches medizinisches Hilfsprojekt" bezeichnet.

 

Zahlen und Fakten
November 2014 bis März 2015

 

Die Ausstattung

Das COC besteht aus einer 16-Betten-Station, einem Physiotherapieraum und einer orthopädischen Werkstatt. Das indische Team setzt sich aus einem Physiotherapeuten, einem Arzthelfer mit guten Deutschkenntnissen und einem Orthopädietechniker sowie dessen Auszubildenden zusammen. Die behandelnden deutschen Ärzte kommen, auf eigene Kosten, vorwiegend aus Hamburg, genauso wie die Physiotherapeutinnen, die den einheimischen Kollegen unterrichten und schulen und die operierten Kinder anleiten. Alle arbeiten unentgeltlich und wechseln sich übers Jahr ab. Größere Operationen werden in einer privaten Unfallklinik in der Nähe durchgeführt (Dr. Zippel: "Der Arzt dort macht eine erstklasige Unfallchirurgie mit internationalem Standard.") - wir müssen hierfür nur die tatsächlich anfallenden Betriebskosten zahlen. Im Reha-Zentrum des COC werden die operierten Kinder dann nachbehandelt.

Die Operationskosten können, genauso wie die Kosten für Medikamente, Verbandsmaterial und das medizinische Hilfspersonal, nur durch Spenden aufgebracht werden.

Wir benötigen dringend Spenden für die Deckung der laufenden Kosten. Zum Beispiel fallen an:
• 180 Euro für eine Operation einschl. der Narkose,
• 50 Euro für die Medikamente zur Nachbehandlung,
• 50 Euro für einen Gehwagen aus der eigenen Werkstatt.
Möchten Sie gezielt für das COC spenden, verwenden Sie bitte das Stichwort "COC".

Neben Unfallverletzungen, Wachstumsstörungen und den Folgen von Kinderlähmung oder Hirnhautentzündung werden vor allem Missbildungen des Bewegungsapparats behandelt: Klumpfüße, fehlende Oberschenkel und Hände, Klauenfüße, alles Anomalien, die in Europa in den Praxen kaum noch zu sehen sind.

 

Pressemeldungen/Links:
> Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 12/2007
> Hamburger Abendblatt vom 25.12.05